Manioka und Tapioka die allergenarme Mehlvariante
28. Oktober 2011 | Von admin | Kategorie: TapiokaManioka und Tapioka die allergenarme Mehlvariante
Maniok, auch Kassava (Manihot esculenta) genannt, entstammt der Familie der Wolfsmilchgewächse. Maniok ist ein zwei bis fünf Meter hoher Strauch mit handförmigen Blättern. Ursprünglich stammt diese Nutzpflanze aus dem tropischen südamerikanischen Regenwald. Heute wird die robuste, vielfältige Pflanze weltweit angebaut.
Wir wird Tapioka aus den Knollen gewonnen?
Beliebt sind speziell seine 50cm langen, bis zu 5 Kilogramm schweren Knollen. Die Wurzeln enthalten 35% Stärke (nach der Verarbeitung Tapioka genannt) und übertreffen somit Kartoffeln, Mais und Reis. Maniok erreicht mit ca.18 Tonnen Stärke je Hektar pro Flächenertrag absolute Spitzenwerte. Unter den Weltnahrungspflanzen nimmt er nach Mais, Reis, Kartoffeln, Gerste und Weizen die sechste Stelle ein! Im Gegensatz zu Weizen, Mais und Gerste ist Maniok völlig anspruchslos beim Anbau. Die Pflanze gedeiht in nährstoffarmen, tropischen Böden und verträgt auch lang anhaltente Trockenheit.
Besonders robust sind die Knollen. Diese können jahrelang im Boden verbleiben ohne zu verderben. Bei Bedarf können die Wurzeln dann geerntet und verarbeitet werden. Genau diese Eigenschaften machen Maniok zur wichtigsten Nahrungspflanze für Selbstversorger (Subsistenzlandwirte). Bevor die Knollen verzehrt werden können, müssen diese erhitzt werden. Eines der wichtigsten industriellen Verarbeitungen von Maniok ist die Verarbeitung zu Mehl. Um das Mehl aus den Knollen zu gewinnen, werden die frischen Wurzeln geschält, geraspelt oder nass gemahlen, anschließend getrocknet und geröstet. Das Endprodukt der erhitzen Maniokknolle nennt man auch Tapioka.
Sind Tapioka und Maniokamehl eine Alternative zu Weizen- und Gerstenprodukten?
Das Mehl und die Tapioka Speisestärke sind frei von Gift-/ Bitterstoffen und leicht bekömmlich. Maniokamehl und Tapioka können bedenkenlos gegen Weizen- und Gerstenprodukte ausgetauscht werden. Zudem bieten sie Allergikern eine echte Alternative zu Getreideprodukten, da sie frei von Gluten sind. Im Handel ist Tapioka als Flocken oder in Perlenform erhältlich. Gerade Tapioka Perlen erfreuen sich steigender Beliebtheit, da sie gezuckert und in vielen bunten Farben gekauft werden können. Die gezuckerte Tapioka Perlen Variante findet man in einem Trendgetränk, das Mitte der 80er von Taiwan aus ganz Asien überrollte. Bis heute begeister der „Bubble Tea“ alt und jung gleichermaßen. Das könnte an der lustigen Konsistenz der Perlen liegen, eine Mischung aus Kaugummi, Gelee und Wackelpudding. Die Perlen werden vorwiegend in Schwarz- oder Grüntee, angereichert mit Milch oder Fruchtsirup, gemischt. Auf Eis, in durchsichtigen Bechern mit breiten Strohhalmen serviert, ist der Bubble Tea ein kultiges Sommergetränk. Tapioka, Tapiokaperlen und Maniokamehl können bei uns vorwiegend in asiatischen- und südamerikanischen Einkaufsläden eingekauft werden, oder Sie bestellen sie im Internet.

